1.4.5 Wasserabhängige FFH- und Vogelschutzgebiete

Gebiete gemäß der Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) oder Gebiete nach der Richtlinie 2009/147/EG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Vogelschutzrichtlinie), in denen die Erhaltung oder Verbesserung des Wasserzustands ein wichtiger Faktor für das jeweilige Gebiet ist (wasserabhängige FFH- und Vogelschutzgebiete), wurden in das Verzeichnis aufgenommen. Rechtsgrundlagen für die Umsetzung der Richtlinien sind das Bundesnaturschutzgesetz und das Wasserhaushaltsgesetz sowie z. T. Rechtsnormen der Bundesländer (v. a. Landesnaturschutzgesetze, Vogelschutzverordnungen).

Im Gebiet der FGG Elbe sind insgesamt 1.120 wasserabhängige flächenhafte FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 8.865 km² (9 % der Fläche der FGG). Diese Gebiete umfassen z. B. die Lebensraumtypen in der Unterelbe, die für FFH-Arten wie Lachs und Nordseeschnäpel von Bedeutung sind. Stromauf wurden Habitate der Elbauen und Elbtäler für geschützte Arten ausgewiesen. Die Elbe und ihre Auen wurden auf nahezu ihrer gesamten Länge in Deutschland als FFH-Gebiete identifiziert. Darüber hinaus sind insgesamt 221 wasserabhängige Vogelschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 14.177 km² (15 % der Fläche der FGG) gemeldet worden (vgl. Karte 1-7 für Koordinierungsräume und Verzeichnis Anhang A1-4). Die Flächen der gemeldeten FFH- und Vogelschutzgebiete können sich überschneiden.