Teil II

13 Zusammenfassung der Änderungen und Aktualisierungen gegenüber dem Bewirtschaftungsplan 2009

13.1 Änderungen Wasserkörperzuschnitt, Gewässertypen, Aktualisierung Schutzgebiete

13.1.1 Änderungen im Wasserkörperzuschnitt

Oberflächengewässer

Im Bewirtschaftungsplan 2009 wurden 3.140 Oberflächengewässer in der FGG Elbe ausgewiesen. Durch die Aktualisierung hat sich die Zahl auf 3.146 Fließ- und Standgewässerwasserkörper geändert (Tabelle 13.1).

Bei den Fließgewässern gibt es im zweiten Bewirtschaftungszeitraum insgesamt sechs Wasserkörper mehr als im ersten Bewirtschaftungszeitraum. Diese Änderung betrifft fast alle Koordinierungsräume. Zahlreiche Wasserkörper (ca. 200) wurden in ihrem Zuschnitt geändert. Geometrieänderungen, Teilungen oder Zusammenlegungen von Fließgewässern wurden aus folgenden Gründen vorgenommen:

  • Aktualisierung/Überarbeitung der topographischen Datengrundlagen
  • Definition von Wasserkörpern als bewirtschaftungsfähige Einheit
  • neuere Erkenntnisse aus dem Monitoring, die zu
    • Änderungen des Gewässertyps
    • Änderungen hinsichtlich der abschnittsbezogenen NWB-, HMWB- oder AWB-Ausweisung
    • abschnittsbezogenen Unterschieden bei den signifikanten Belastungen und/oder
    • Änderungen bzgl. der abschnittsbezogenen Zustandseinstufung führten

Bei den Seen sind insgesamt fünf Wasserkörper im Koordinierungsraum MES weggefallen und sieben Wasserkörper in den Koordinierungsräumen MEL, HAV und SAL hinzugekommen. Die Gründe für den Wegfall von Seen sind

  • eine fehlende Möglichkeit der Bewertung aufgrund eines teilweisen Ablassens des Wassers infolge einer fischereilichen Nutzung in zwei Fällen und einer noch nicht abgeschlossenen Entstehung von künstlichen Gewässern wegen eines noch aktiven Kiesabbaus in zwei weiteren Fällen sowie
  • ein Kategoriewechsel von See in Fließgewässer aufgrund der kurzen Verweilzeit des Wassers in einem Fall.

Gründe für die Neuausweisung von WRRL-relevanten Standgewässern sind u. a. verbesserte Datengrundlagen, auf deren Grundlage Wasserflächen neu ermittelt wurden, die Umstufung von bisher als Fließgewässer betrachteten See-Armen, die Renaturierung (Wieder-Überflutung) von ehemaligen Seen sowie Aufnahme nach Entlassung aus dem Bergrecht und der weitreichenden Umsetzung der wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschlüsse.

Bei den fünf Küstengewässerwasserkörpern und dem Übergangsgewässerwasserkörper gab es keine Änderungen hinsichtlich des Wasserkörperzuschnitts.

Tabelle 13.1: Anzahl der Fließ- und Standgewässerwasserkörper 2009 und 2013 (Datenstand: 28.08.2014)
KOR

Fließgewässer

1. BPZ

Fließgewässer

2. BPZ

Standgewässer

1. BPZ

Standgewässer

2. BPZ

TEL 436 442 15 15
MEL 409 404 69 73
HAV* 982 980 213 215
SAL* 354 355 35 36
MES* 573 576 27 22
ODL** 16 19 - -
BER** 3 1 - -
HVL** 2 2 - -
FGG gesamt 2.775 2.779 359 361

* ohne tschechische Anteile an deutschen Koordinierungsräumen
** deutscher Anteil an tschechischen Koordinierungsräumen

Grundwasser

Auch bei den Grundwasserkörpern gab es teilweise Zuschnittsänderungen aufgrund von genaueren Datengrundlagen, z. B. Hydroisohypsenpläne (Abbildung 13.1). Einige wenige Wasserkörper in den Koordinierungsräumen SAL und HAV wurden geteilt bzw. zusammengelegt. Das betraf u. a. Verkleinerungen großer Grundwasserkörper in Bayern sowie bundesländerübergreifende Wasserkörper. Gegenüber dem Bewirtschaftungsplan 2009 wurden ein Grundwasserkörper im Koordinierungsraum HAV mehr gemeldet und insgesamt drei Grundwasserkörper in den Koordinierungsräumen BER und HVL ausgewiesen (vgl. Kapitel 1.3).

Abbildung 13.1: Verteilung der Flächengrößen der Grundwasserkörper im ersten und zweiten Bewirtschaftungszeitraum im deutschen Teil des Elbe-Einzugsgebiets
Abbildung 13.1: Verteilung der Flächengrößen der Grundwasserkörper im ersten und zweiten Bewirtschaftungszeitraum im deutschen Teil des Elbe-Einzugsgebiets