13.4.2 Ergänzung/Fortschreibung der Überwachungsprogramme

Die Überwachungsprogramme in der FGG Elbe wurden gemäß Art. 8 der WRRL Ende 2006 aufgestellt. Die Vorgaben der WRRL zur Überwachung sind durch die OGewV und GrwV zwischenzeitlich in nationales Recht umgesetzt und weiter konkretisiert worden (siehe Kap. 4). Das Messnetzkonzept wurde während des ersten Bewirtschaftungszeitraums nicht grundlegend verändert, die Messnetze selbst jedoch kontinuierlich an die Monitoringergebnisse angepasst. Durch die Einrichtung des KEMP erfolgt auf Ebene der FGG Elbe seit 2012 ein koordiniertes und harmonisiertes Monitoring an ausgewählten Messstellen der Überblicksüberwachung in den Fließgewässern. Die Erstellung des KEMP basiert auf einem Strategiepapier der FGG Elbe (Anhang A0-1 – Nr. 13).

Oberflächengewässer

Bei den Fließ- und Standgewässern hat sich die Gesamtanzahl sowohl der Messstellen der Überblicksüberwachung als auch der operativen Überwachung teilweise deutlich erhöht (Tabelle 13.9) (vgl. dazu auch Kap. 4.1.1).

Bei den Übergangs- und Küstengewässern sind ebenfalls einige neue Messstellen in die Überwachungsnetze aufgenommen worden. Nur bei den Übergangsgewässern sind zwei Messstellen zur operativen Überwachung weggefallen.

Tabelle 13.9: Vergleich der Messstellenanzahl in den Oberflächengewässern im ersten und zweiten Bewirtschaftungszeitraum
 

Überblicksüberwachung

1. BPZ

Überblicksüberwachung

2. BPZ

Operative Überwachung

1. BPZ

Operative Überwachung

2. BPZ

Fließgewässer 48 63 2.321 2.843
Standgewässer 28 84 246 441
Übergangsgewässer 2 3 4 2
Küstengewässer 5 9 5 8

 

Grundwasser

Im Grundwasser gibt es bei den Hauptgrundwasserleitern Änderungen bei den Messnetzen (Tabelle 13.10). Hier ist die Anzahl der Messstellen zur Überwachung des mengenmäßigen Zustands bei einer höheren Anzahl von überwachten Grundwasserkörpern gegenüber 2009 um ca. 100 Messstellen zurückgegangen. Bei der Überwachung des chemischen Zustands wurden im Zuge der Messnetzoptimierung die vorhandenen Ressourcen stärker auf die Überwachung der Problemgebiete konzentriert. Bei der überblicksweisen Überwachung des chemischen Zustands haben sich sowohl die Anzahl der Messstellen als auch die Anzahl der bemessenen GWK verringert. Dagegen wurde die Anzahl der überwachten Grundwasserkörper und der Messstellen zur operativen Überwachung erhöht. Bei den vier tiefen Grundwasserkörpern gibt es keine markanten Änderungen.

Tabelle 13.10: Vergleich der Anzahl überwachter Grundwasserkörper und Messstellen im Grundwasser im ersten und zweiten Bewirtschaftungszeitraum
 

GWK im
Hauptgrund-
wasserleiter

1. BPZ

GWK im
Hauptgrund-
wasserleiter

2. BPZ

tiefe GWK

1. BPZ

tiefe GWK

2. BPZ

Gesamtanzahl GWK 220 228 4 4

Überwachung Menge
überwachte GWK

212 224 4 4

Überwachung Menge
Messstellen

3.910 3.796 144 149

Überblicksüberwachung Chemie
überwachte GWK

213 195 4 4

Überblicksüberwachung Chemie
Messstellen

1.421 1.134 53 53

operative Überwachung Chemie
überwachte GWK

119 132 0 0

operative Überwachung Chemie
Messstellen

1.209 1.438 0 0