4.1.1.2 Operative Überwachung

Die operative Überwachung dient der Ermittlung des Zustands der Oberflächenwasserkörper, die das geltende Umweltziel nicht erreichen, als Grundlage für Festlegung von Maßnahmen und zur Erfolgskontrolle. Zudem kann sie ergänzend zur überblicksweisen Überwachung erfolgen, um dort hinreichend abgesicherte Aussagen zu Schwankungsbreiten und Entwicklungstrends zu ermöglichen.

Es werden dabei die für die Belastung des Oberflächenwasserkörpers kennzeichnenden Qualitätskomponenten erfasst:

  • für die biologischen Qualitätskomponenten diejenigen Parameter, die am empfindlichsten auf Belastungen reagieren,
  • prioritäre Stoffe, die eingeleitet bzw. in Biota zu überwachen sind,
  • bestimmte andere und flussgebietsspezifische Schadstoffe, die in signifikanten Mengen eingeleitet werden (nach Anlage 5 der OGewV sind Mengen signifikant, wenn zu erwarten ist, dass die Hälfte der Umweltqualitätsnorm überschritten wird),
  • chemisch-physikalische Hilfskomponenten, die die biologischen Qualitätskomponenten unterstützen,
  • Parameter, die bestimmend für diejenigen hydromorphologischen Qualitätskomponenten sind, welche am empfindlichsten auf Belastungen reagieren (vgl. auch Tabelle 2.2)

Die Messstellen der operativen Überwachung verteilen sich in die in Tabelle 4.3 genannten Oberflächengewässerkategorien:

Tabelle 4.3: Anzahl der operativen Messstellen in Oberflächengewässern der FGG Elbe
Kategorie Anzahl der Messstellen
Flüsse 2843
Seen 441
Übergangsgewässer 2
Küstengewässer 8
FGG gesamt 3294