6.3.6 Entwicklung der Abwassereinleitungen (Haushalte, Industrie)

Haushalte

Die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie in den einzelnen Bundesländern der FGG Elbe führte zu einer deutlichen Reduzierung der Schmutzfrachten aus kommunalen Kläranlagen. Ebenso können aufgrund des insgesamt anzunehmenden geringeren Wasserverbrauchs in der FGG Elbe Maßnahmen wie Kapazitätsanpassungen, Anlagenrückbau oder Stilllegungen zur Anpassung an die Entwicklungen erforderlich werden. Darüber hinaus werden Arzneimittel und weitere anthropogene Spurenstoffe die Betreiber der Kläranlagen in der FGG Elbe vor Herausforderungen im Bereich der Abwasserbehandlung stellen.

In der FGG Elbe liegt der Anschlussgrad an die öffentliche Kanalisation insgesamt bei rd. 94 % mit regionalen Unterschieden. Bis zum Jahr 2021 kann von einer weiteren Steigerung des Anschlussniveaus ausgegangen werden. Die Planungen zur Erhöhung des Anschlussgrades hängen regional von verschiedenen Faktoren ab (vgl. Anhang A6-1), so dass sich hierfür bislang kein einheitlicher Trend für die FGG abzeichnet.

Industrie

Die Auswertungen in der FGG Elbe zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie „Entwicklung/Stand der Abwasserbeseitigung" zeigen grundsätzlich rückläufige Schmutzfrachten. Es ist zu erwarten, dass auch weiterhin die Maßnahmen des integrierten Umweltschutzes in der FGG Elbe sowohl zu rückläufigen Abwasserfrachten als auch zu geringeren Abwassermengen führen. Allerdings ist hier kein allgemeiner Trend für die FGG Elbe festzustellen.