2.1.3 Bevölkerung und Landnutzung

Nahezu die Hälfte der Fläche des deutschen Teils des Einzugsgebietes wird ackerbaulich genutzt (Abbildung 2.4). Zusammen mit der Grünlandnutzung sind damit ca. 60 % des Einzugsgebiets landwirtschaftliche Nutzfläche. Nur etwas mehr als ein Viertel der Fläche ist mit Wäldern bestockt. Das ist geringfügig weniger als im Durchschnitt in Deutschland.

Im Einzugsgebiet der Elbe leben 24,52 Mio. Einwohner, davon 75,4 % in Deutschland, 24,3 % in der Tschechischen Republik und ca. 0,3 % in Österreich und Polen. Die größten Städte im deutschen Einzugsgebiet der Elbe sind die beiden Millionenstädte Berlin und Hamburg sowie mit jeweils rund 500.000 Einwohnern Leipzig und Dresden. Die großen Städte sind auch die Regionen mit der größten Arbeitsplatzdichte und Konzentration von Industrie. Wesentliche Industriebereiche sind die chemische und pharmazeutische Industrie, Zellstoff- und Papierindustrie, Maschinenbau, Nahrungsmittelindustrie, Bergbau und mineralölverarbeitende Betriebe, von denen insbesondere innerhalb der Risikogebiete eine Beeinträchtigung des Gewässerzustandes ausgehen kann.

Abbildung 2.4: Flächennutzung des deutschen Teils des Einzugsgebietes (Quelle: Corine Landcover 2006, Aggregation nach Hydrologischem Atlas Deutschland)
Abbildung 2.4: Flächennutzung des deutschen Teils des Einzugsgebietes (Quelle: Corine Landcover 2006, Aggregation nach Hydrologischem Atlas Deutschland)