3 Ziele des Hochwasserrisikomanagements

3.1 Schutzgüter

Das WHG und die HWRM-RL (§ 75 WHG und Art. 7 HWRM-RL) fordern, dass in den HWRM-Plänen angemessene Ziele für das Risikomanagement zur Verringerung nachteiliger Hochwasserfolgen für bestimmte Schutzgüter (Rezeptoren) festgelegt werden. Die Schutzgüter sind:

  • die menschliche Gesundheit,
  • die Umwelt,
  • das Kulturerbe sowie
  • die wirtschaftliche Tätigkeit und erhebliche Sachwerte.

Unter nachteiligen Folgen für das Schutzgut menschliche Gesundheit werden sowohl nachteilige Folgen für den Menschen selbst (z. B. „Gefährdung von Leib und Leben“) als auch die Betroffenheit von Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen verstanden.

Unter nachteiligen Folgen für das Schutzgut Umwelt wird die Betroffenheit, von Schutzgebieten (FFH- und Vogelschutzgebiete sowie die Gebiete nach Art. 7 Abs. 1 WRRL) verstanden. Dazu können besonders potenzielle Verschmutzungsquellen (z. B. Industrieanlagen) beitragen.

Hinsichtlich des kulturellen Erbes gilt die Betroffenheit bzw. das Vorhandensein einer hochwasserempfindlichen UNESCO-Weltkulturerbestätte oder anderer Kulturerbestätten von landesweiter Bedeutung als signifikant.

Unter nachteiligen Folgen für das Schutzgut wirtschaftliche Tätigkeit wird die Betroffenheit von Industrie- und Gewerbeflächen, von Wohnstätten, Infrastruktur sowie weiteren wirtschaftliche Aktivitäten, wie z. B. landwirtschaftliche Nutzungen, verstanden.