4.4.2 Reduzierung der Belastungen aus diffusen Quellen

Der Reduzierung der Belastungen aus diffusen Quellen dienen insbesondere die folgenden in Kap. 4.1 gelisteten grundlegenden Maßnahmen:

  • Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie
  • Nitratrichtlinie

Deutschland setzt die Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie mit dem „Gesetz zur Neuordnung des Pflanzenschutzrechts“ vom 06.02.2012 in nationales Recht um, welches in Art. 1 das neue „Pflanzenschutzgesetz“ (PflSchG) enthält. Im Nationalen Aktionsplan legt Deutschland quantitative Vorgaben, Ziele, Maßnahmen und Zeitpläne zur Verringerung der Risiken und der Auswirkungen der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf die menschliche Gesundheit und den Naturhaushalt fest (www.nap-pflanzenschutz.de).

Die Düngeverordnung, die die europäische Nitratrichtlinie umsetzt, befindet sich derzeit in der Novellierung. Aufgrund der bereits vorhandenen, im Vergleich zum Zielwert der Düngeverordnung relativ geringen Überschüsse in vielen Regionen des deutschen Teils des Elbeeinzugsgebiets kann eine Reduktion von 4 % für Stickstoff und 0,5 % für Phosphor bis 2021 erreicht werden. Diese Abschätzung wird durch aktuelle Nährstoffbilanzierungsmodellergebnisse unterstützt. Ausgehend von einer Reduzierungsanforderung von insgesamt 11 % für Stickstoff für den deutschen Teil des Elbeeinzugsgebietes bedeutet dies ein Minderungspotenzial von mehr als einem Drittel. Für Phosphor liegt der nationale Beitrag für die Reduzierungsanforderung bei 43 %, so dass hier bis 2021 ein Minderungspotenzial von etwa einem Prozent besteht.

Die sich aus den Zielen der WRRL sowie der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ergebenden weitergehenden Anforderungen an die Reduzierung diffuser Belastungen sind durch ergänzende Maßnahmen zu reduzieren. Eine Übersicht über die im zweiten Bewirtschaftungszeitraum vorgesehenen ergänzenden Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen aus diffusen Quellen gibt Kap. 4.5.