4.4.3 Reduzierung der Belastungen durch Wasserentnahmen

Die Vermeidung oder Reduzierung von Belastungen durch Wasserentnahmen wird in Deutschland in erster Linie im Rahmen des behördlichen Vollzugs durch grundlegende Maßnahmen, insbesondere durch die Erteilung bzw. Überprüfung und Anpassung wasserrechtlicher Erlaubnisse/Bewilligungen (vgl. Art. 11 Abs. 3e WRRL), sichergestellt. Alle wasserwirtschaftlich bedeutsamen Wasserentnahmen und -ableitungen von Wasser aus oberirdischen Gewässern sowie das Entnehmen, Zutagefördern oder Zutageleiten von Grundwasser bedürfen der Erlaubnis- oder Bewilligung gemäß § 8 WHG durch die zuständigen Wasserbehörden. Für die Erteilung einer Erlaubnis oder einer Bewilligung sind die in § 12 WHG genannten Voraussetzungen sowie die in § 6 WHG verankerten allgemeinen Grundsätze der Gewässerbewirtschaftung zu beachten.

Durch den behördlichen Vollzug des Wasserrechts wird in Deutschland ein hoher Schutz des Wassers vor seiner mengenmäßigen Übernutzung gewährleistet, so dass es im deutschen Teil der FGE Elbe vergleichsweise wenige Wasserkörper gibt, die signifikante Belastungen durch Wasserentnahmen aufweisen. Eine Übersicht über die im zweiten Bewirtschaftungszeitraum vorgesehenen ergänzenden Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen durch Wasserentnahmen gibt Kap. 4.5.