4.5 Ergänzende Maßnahmen

Viele Wasserkörper erreichen nach Abschluss des 1. BPZ noch nicht die Ziele der WRRL. Die noch bestehenden signifikanten Belastungen können durch die grundlegenden Maßnahmen allein nicht beseitigt werden (vgl. Kapitel 4.2). Daher sind ergänzende Maßnahmen notwendig.

Die nachstehende, in Anhang VI Teil B WRRL aufgeführte nicht erschöpfende Liste enthält ergänzende Maßnahmen als Teil des Maßnahmenprogramms nach Art. 11 Abs. 4:

  1. Rechtsinstrumente,
  2. administrative Instrumente,
  3. wirtschaftliche oder steuerliche Instrumente,
  4. Aushandlung von Umweltübereinkommen,
  5. Emissionsbegrenzungen,
  6. Verhaltenskodizes für die gute Praxis,
  7. Neuschaffung und Wiederherstellung von Feuchtgebieten,
  8. Entnahmebegrenzungen,
  9. Maßnahmen zur Begrenzung der Nachfrage, unter anderem Förderung einer angepassten landwirtschaftlichen Produktion,
  10. Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz und zur Förderung der Wiederverwendung, unter anderem Förderung von Technologien mit hohem Wassernutzungsgrad in der Industrie und wassersparende Bewässerungstechniken,
  11. Bauvorhaben,
  12. Entsalzungsanlagen,
  13. Sanierungsvorhaben,
  14. künstliche Anreicherung von Grundwasserleitern,
  15. Fortbildungsmaßnahmen,
  16. Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben,
  17. andere relevante Maßnahmen.

Dem Maßnahmenprogramm im 2. BPZ der FGG Elbe liegt ein deutschlandweit einheitlicher Maßnahmenkatalog zugrunde, der sich an der Aufzählung der grundlegenden und ergänzenden Maßnahmen gem. Anhang VI WRRL orientiert (Anhang M1).